Den Gemeindebrief 2026-1 (März, April, Mai) können Sie lesen, wenn Sie auf den Link klicken.
Aus dem Inhalt des Gemeindebriefs:
Immer mehr auf Christus ausgerichtet
Liebe Leserinnen und Leser!
Der Ast, der Zweig und die Blüte sind Teile einer großen Einheit. Sie gehören zu einem Baum. Aus seinen Wurzeln fließen im Frühjahr wieder mehr Wasser und Nährstoffe in alle Äste. Viele Knospen wachsen. Bald steht der Baum in voller Blüte mit grünem Blätterdach. Er wächst in die Form, die zu ihm gehört. Alle Teile des Baumes tun das miteinander in einer großen Einheit.
Auch wir sollen wachsen, nicht irgendwo hin, sondern gezielt:
Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. (Epheser 4,15)
Dieser Satz aus dem Brief an die Epheser ist Teil einer Beschreibung der christlichen Gemeinde. (Epheser 4,1-16) Paulus beschreibt sie als Einheit. Es ist aber keine Einheit durch Gleichheit, in der alle Teile gleich aussehen und das gleiche tun. Es sind lauter verschiedene Teile, die aber doch zusammen gehören und zusammen wirken.
Paulus vergleicht die Gemeinde deshalb mit einem Leib. Ein Leib besteht aus sehr verschiedenen Gliedern, und bildet doch eine Einheit. So ist die christliche Gemeinde. So geht es auch jedem von uns, die wir Teil unserer Gemeinde sind.
Es ist nötig, dass wir auch so sein wollen, wie die Gemeinde ist. Dazu gibt die Beschreibung in diesem Abschnitt uns eine Vorstellung, wie die Gemeinde ist. Und Paulus fordert dazu auf, auch so zu leben. Wir sollen uns selbst zurücknehmen, um unsere Einheit zu stärken.
Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. (V.2-3)
Das gehört zur Einheit unter lauter Verschiedenen. Die wahre Einheit, die bei allen die gleiche ist, besteht aus den Gaben Gottes: Geist, Hoffnung, Berufung, Herr, Glaube, Taufe, himmlischer Vater. In diesen Dingen werden wir eins, weil sie alle von Gott gegeben werden. Jesus Christus, der über alles herrscht, gestaltet und formt seine Gemeinde.
Das tut Jesus auch, indem er für Gemeindeleiter sorgt:
Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden. (V.11-12; Lutherbibel 1984)
Der Dienst von ordinierten Gemeindeleitern ist Teil der Einheit, in die Christus uns gestellt hat und für uns sorgt. Er ist das „Haupt“, unser aller Herr.
Es ist wichtig, dass in unseren Köpfen und Herzen nicht andere Vorstellungen von Gemeinde sind, wie etwa die, dass sie ein Ort ist, an dem man hin und wieder wie ein Konsument einer Veranstaltung zuschaut. Wir müssen wissen, wie Gemeinde gemeint ist. Und wir müssen so sein wollen. „Lasst uns …!“ Gottes Idee von Gemeinde ist ein wunderbarer Reichtum, in dem wir als Beschenkte und Getragene dabei sein dürfen.
Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.
Von ihm aus wird der ganze Leib zusammengefügt und zusammengehalten durch jede Verbindung, die den Leib nährt mit der Kraft, die einem jeden Teil zugemessen ist. So wächst der Leib und erbaut sich selbst in der Liebe. (V.15-16)
Ihr / euer Pastor Rudolf Pfitzinger
