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Gemeindebrief 2023-1

GemeindebriefMD2023 1Den Gemeindebrief 1/2023 (März / April / Mai) können Sie lesen, wenn Sie auf den Link klicken.

Aus dem Inhalt des Gemeindebriefs:

Wiedergeboren

Liebe Leserinnen und Leser!

Während ich diese Zeilen schreibe, ist es noch kalt und nass draußen. Die bunten Blätter des Herbstes sind verweht oder weggeräumt. Auf dem Grund einer Pfütze mag man noch welche finden, die dort vermodern. Ihre herbstliche Farbenpracht ist dahin, die vielleicht, wie vorn auf dem Bild, für einen Moment einen schönen Kontrast zum dunklen Wasser bildete. Es ist schwer, sich vorzustellen, dass ein vermoderndes Blatt im Schlamm einer Pfütze einmal in frischem Grün des Frühlings Freude und Hoffnung ausstrahlte.

In den Wochen dieses Gemeindebriefes wird es wieder wärmer werden. Das erste Grün und die vielen Blüten werden uns froh machen. Im Frühjahr wird dann dieses dunkle Bild mit dem untergehenden Herbstblatt aussehen wie aus einer fernen Welt.

Zu Karfreitag und Ostern rücken Sterben und Lebendigwerden ganz nah zusammen. Beides kommt zusammen bei Jesus Christus.

Er, der Sohn Gottes, stirbt am Kreuz. Ein ungeheuerliches Ereignis! Wenn er wirklich der ist, der er ist, Gott, der Mensch wurde, dann ist es völlig unbegreiflich, wie das geschehen konnte. Und dann, nach drei Tagen, ist Jesus Christus wieder auferstanden. Ein noch viel unbegreiflicheres Ereignis. Wo der Tod eingetreten ist, kann das Leben nie wieder zurück kommen. Der Tod ist endgültig. Aber gegen alle Erwartung und über alles Begreifen hinaus war Jesus lebendig vor denen, die Zeugen seiner Auferstehung wurden.

Durch die Taufe hat Gott uns verbunden mit diesem Weg unseres Herrn Jesus Christus durch den Tod in das Leben der Auferstehung. Am Sonntag nach Ostern hören wir davon durch diesen Satz aus dem 1. Petrusbrief:

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung
durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.
(1. Petrus 1,3)

Der alte Mensch, der wir sind, der sich nicht mit Gott vertragen kann, der muss sterben. Er wird im Wasser der Taufe ertränkt. Er ist dem Untergang geweiht, wie das tote Blatt, das sehr bald ganz im Wasser versinkt.

Aber weil Jesus Christus auferstanden ist, dürfen wir als neue Menschen mit ganz neuem Leben – wiedergeboren – aus der Taufe kommen. Als neuer Mensch sind wir dem Leben mit Gott geweiht. Wir dürfen versöhnt mit Gott und im Frieden mit ihm leben. Das ist viel mehr als wir uns vorstellen können, selbst im schönsten und farbenprächtigsten Frühling!

Ihr/euer Pastor Rudolf Pfitzinger