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Gemeindebrief 2021-3

GemeindebriefMD2021 3Den Gemeindebrief 3/2021 (Oktober / November) können Sie lesen, wenn Sie auf den Link klicken. Aus dem Inhalt des Gemeindebriefs:

Die Hand meiner Gerechtigkeit

Liebe Leserinnen und Leser!

die kleine Kinderhand hält fest an der großen Hand. Die große Hand hält nicht mit festem Griff. Sie unterstützt aber das Greifen der kleinen Hand und bietet ihr sicheren Halt. Ich glaube, fast jeder von uns hat sich mal als Kind so festgehalten und dabei Geborgenheit erfahren. Auch wenn wir solche Momente vergessen, bleibt die Erfahrung tief in der Seele: An meiner Hand und hinter mir ist der große Mensch. Er kann alles, und er hält mich und passt auf mich auf.

Gott rührt diese gute Erfahrung tief in unseren Seelen an, wenn er sagt, dass seine Hand uns hält, wie in diesen Worten aus Jesaja 41. So ist Glaube: Ich halte mich an ihm fest.

Ich vertraue auf das, was er versprochen hat. Dabei ist Gott nicht wie ein starrer Haltegriff, bei dem es nur auf mein Festklammern ankommt. Sondern auch seine Hand hält mich. Sie ist wie die auf dem Bild: Offen, sie packt nicht zu. Und doch unterstützt sie mein Greifen ganz entscheidend und zuverlässig. Beim Glauben kann man garnicht sagen, ob mehr ich mich an Gott festhalte, oder vor allem Gott mich hält.

Ein Kind wird die Hand der erwachsenen Person nur dann so halten, wenn es meint, die Person zu kennen, wenn es glaubt, zu wissen, wie es bei ihr dran ist. Gott sagt uns, wie er ist: Gerechtigkeit zeichnet ihn aus und gehört fest zu ihm. Gerechtigkeit ist für Gott nicht eine Norm, die irgendwo über ihm steht, der er gerecht werden muss, sondern sie kommt von ihm, ist seine. Gott will seine Gerechtigkeit durchsetzen, für jeden und bei allen. So ist Gott nicht launisch und unberechenbar, sondern er lässt uns wissen, wie wir bei ihm dran sind.

Gott spricht durch Jesaja von der rechten Hand seiner Gerechtigkeit. Gottes Gerechtigkeit hat Hände. Sie greift ein und tut etwas. Das ist ein ungewohnter Gedanke. Für uns ist Gerechtigkeit ja so etwas wie eine Regel oder ein Gesetz. Ein Gesetz kann nichts tun. Erst die Menschen, die es einhalten, setzen das um, was das Gesetz vorschreibt. Aber bei Gott ist es anders. Seine Gerechtigkeit hat tatkräftige Hände. Die setzen jedoch nicht mit eisernem Griff durch. Gott sagt durch Jesaja: „Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Gottes Gerechtigkeit ist wie eine Hand, die hält. Wie kann man sich das vorstellen?

Gott hat das in Jesus vor Augen geführt und umgesetzt. Jesus hat in seinem Leiden und Sterben am Kreuz die Folgen der Ungerechtigkeit von allen Menschen auf sich genommen. Meine und deine Ungerechtigkeit hat er für uns ertragen und sie damit aus der Welt geschafft. So macht Jesus uns gerecht. In ihm sehen wir tatkräftige Gerechtigkeit, die Hände hat. Jesus hat das für uns getan, die wir ihm vertrauen, damit wir an unserem Unrecht nicht zugrunde gehen. Er nimmt uns unser Unrecht ab und gibt uns seine Gerechtigkeit.

Die Hand, die Gott uns in Jesus Christus reicht, zwingt nicht oder krallt nicht fest, sondern hält und gibt Halt. Sie richtet lebendige Gemeinschaft auf, in der aneinander festgehalten wird. Bei Jesus sehen wir das: „Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Die beiden Hände vorn auf dem Titelbild drücken etwas davon aus. Das ist der stärkste und beste Halt unseres Lebens, der uns gerecht macht, unsere Rettung ins Leben und in Gottes ewige Gemeinschaft.

Ihr/euer Pastor Rudolf Pfitzinger

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