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Gemeindebrief 2019-3

GemeindebriefMD2019 3Den Gemeindebrief 3/2019 (September / Oktober / November) können Sie lesen, wenn Sie auf den Link klicken. Aus dem Inhalt des Gemeindebriefs:

„Ich bin der Weg“, sagt Jesus.

Liebe Leserinnen und Leser!

Liegengeblieben. Der Motor will nicht mehr. Wir sind im fremden Land irgendwo ziemlich weit von allem. Die Kinder im Auto sind noch zu klein, um hier an der Straße lange mit ihnen festzuhängen. Da hält endlich ein anderes Auto. Nach einem kurzen Blick in den Motorraum sagt der Mann: „Wir finden einen Weg!“ – Ein kleiner Satz, den man öfter hört. Aber manchmal tut es besonders gut, den zu hören!

Damals wussten wir, wo wir hin wollten. Aber ich wusste keinen Weg, den Motor wieder zum Laufen zu bringen. – Doch wenn es nun andersherum ist: Da wissen Leute zwar nicht, wo es hin geht, aber sie wissen den Weg. Wie geht das?

So ging es Thomas und den anderen Jüngern im Gespräch mit Jesus. Jesus sagte ihnen, dass er geht, um alles für sie vorzubereiten. „Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr.“ Aber sie hatten keine Idee, wo Jesus hin wollte. Also fand Thomas das nicht logisch, dass Jesus sagte: „Den Weg wisst ihr.“ Thomas sagte: „Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen?“

Die Jünger konnten einfach nicht fassen, was Jesus sagte. Jesus sagte den Jüngern, dass man ihn töten wird und er auferstehen wird, und dass er zum Vater geht. Das konnten sie nicht begreifen. Es war zu entsetzlich, zu fremd, zu unglaublich. Sogar als es dann passierte, sogar als schließlich der Auferstandene vor ihnen stand, konnten sie es nicht fassen. Wer kann schon den Tod begreifen und wissen, was er bedeutet? Solange er fern ist, und uns nicht betrifft, ist es uns lieber, ihn zu vergessen. Und wenn er uns auf die Pelle rückt, zerfallen alle unsere Gedanken in der Angst und Panik.

Jesus sprach davon, dass er durch den Tod in das ewige Leben geht. Und dass er in der Ewigkeit etwas zu sagen hat, weil er dort unsere Plätze ordnet und zuteilt. Und dann spaziert er zurück zu den Jüngern. Wie sollten die Jünger diesen Gedanken folgen? Nein, sie wussten nicht, wo er hingeht! – Und doch sagte Jesus: „Den Weg wisst ihr.“ Rätselhaft!
Seine Antwort auf dieses Rätsel ist verblüffend, und sie ist einfach: „Ich bin der Weg“, sagt Jesus (Joh. 14,6). Er geht durch den Tod in das Ewige Leben. Er kann den Weg gehen, für uns. Damit öffnet er den Weg auch für uns.

Mit jedem Weg ist das so, dass man darauf bleibt, wenn es der richtige Weg ist. Den verlässt man nicht. Man vertraut seiner Führung, geht links, wenn der Weg nach links abbiegt, und geht bergan, wenn der Weg ansteigt. Jesus ist der Weg. Das bedeutet dann auch: Wir müssen ihn immer im Blick behalten und so laufen, wie er es uns vorgemacht hat.

Zwei kleine Dinge, die eigentlich ganz groß sind, übersieht man hier leicht: Jesus sagt nicht, „ich weiß den Weg“. Der Weg ist nicht etwas, das unabhängig von Jesus existiert, auf das jeder einen bringen kann, der die Wegbeschreibung kennt. Dann könnten wir Jesus den Rücken kehren, so bald wir dieses Wissen haben. „Ich bin der Weg“, sagt er. Jesus selbst ist der Weg. Wir müssen uns also nicht ein Wissen merken, sondern wir dürfen eintreten in die persönliche Beziehung, in die er uns einlädt. Es ist ein großes Geschenk, dass er selbst, persönlich, der Weg ist für jeden, der ihm vertraut.

Die andere kleine Sache, die doch ganz groß ist, steckt im Wörtchen „der“. Jesus sagt nicht, „ich bin ein Weg“. Er sagt: „Ich bin der Weg“. Also der einzige Weg. Da sind nicht viele Wege in das ewige Leben, in das Zuhause in der Gemeinschaft mit unserem Schöpfer. Diese Klarheit ist eine große Hilfe. So wissen wir: Alles, was uns aus der Beziehung zu Jesus drängen will, was sie schwächt oder übertönt, ist eine Gefahr für uns. Und alles, was diese Beziehung belebt, ist unbedingt wichtig für uns.

Am meisten wird die Beziehung zu ihm belebt durch seine eigenen Worte. Weil er lebt, sind sie lebendig und kraftvoll. Und er holt uns auch in die lebendige Beziehung zu sich, wenn er uns seinen Leib und Blut im Abendmahl reichen lässt.

Lasst uns gemeinsam auf diesem Weg bleiben, und dadurch Wegweiser sein auf diesen einzigen und schönsten Weg!

Ihr/euer Pastor Rudolf Pfitzinger

Den Gemeindebrief 4/2013 (Dezember / Januar / Februar) können Sie lesen, wenn Sie auf den Link klicken. Aus dem Inhalt des Gemeindebriefs:
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